Genossenschaft - V. BETRIEBSFÜHRUNG UND RECHNUNGSWESEN

Art. 32

Das Geschäftsjahr deckt sich mit dem Kalenderjahr; Erfolgsrechnung und Bilanz werden jeweils auf den 31. Dezember erstellt und müssen bis zum darauf folgenden 30. April revidiert und von der Verwaltung abgenommen sein.

Nimmt die Genossenschaft jedoch ihre Tätigkeit nicht zu Beginn eines Kalenderjahres auf, so wird der erste Geschäftsabschluss erst auf das übernächste Ende eines Kalenderjahres vorgelegt (Interimszusatz).

Art. 33

Die Aktiven sind zurückhaltend zu bewerten und für ungewisse Verpflichtungen angemessene Rückstellungen zu bilden.

Art. 34

Der Reingewinn ist in nachstehender Weise zur Äufnung von Reserven heranzuziehen:
  1. Ein allfälliger Reingewinn fällt zu einem Zwanzigstel so lange den Reserven zu, bis letztere die Hälfte des Anteilscheinkapitals ausmachen. Diese Zuweisung hat während mindestens zwanzig Jahren zu erfolgen, und zwar auch dann, wenn der Reservefonds schon vorher die Hälfte des Anteilscheinkapitals erreicht oder übersteigt.
  2. Der Generralversammlung steht ferner die Äufnung weiterer Reserven nach OR Art. 863, Absatz 2, zu.

Art. 35

Soweit die allgemeinen Reserven die Hälfte des Anteilscheinkapitals nicht übersteigen, dürfen sie nur zur Deckung von Verlusten oder zu Massnahmen verwendet werden, die geeignet sind, in Zeiten schlechten Geschäftsganges die Erreichung des Genossenschaftszweckes sicher zu stellen.

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